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Publikationen

Projekt- und Linkliste „Quartiersarbeit in Zeiten der Corona-Krise“

Die aktuellen Erfordernisse zum Umgang mit dem neuartigen Coronavirus (Sars-CoV-2) stellen auch die Umsetzung des Programms „Soziale Stadt“ vor ungewohnte Herausforderungen. Insbesondere bei der Durchführung des Quartiersmanagements steht die Frage „Wie bleiben wir auch weiterhin mit der Bewohnerschaft des Quartiers in Kontakt?" im Vordergrund. Vor dem Hintergrund der aktuellen Rahmenbedingungen gilt es, neue Formate und Kommunikationsmittel zur Erreichung bzw. Unterstützung der Bewohnerschaft kennenzulernen und auszuprobieren.

Aus aktuellem Anlass hat das Städtenetz Soziale Stadt NRW daher einen digitalen Erfahrungsaustausch unter dem Titel „Quartiersarbeit in Zeiten der Corona-Krise" angeboten. Die auf den bereits durchgeführten Veranstaltungen am 23. April sowie am 5. und 20. Mai 2020 gesammelten praktischen Tipps und Hinweise, Praxisbeispiele und Projekte seitens der Mitgliedskommunen sowie weiterführende Fragestellungen sind im Folgenden zusammengestellt, wobei ein Anspruch auf Vollständigkeit der einzelnen städtischen Angebote nicht erhoben werden kann.

Stadt Aachen

Gesamtstädtische Angebote und Aktionen
Stadtteilbezogene Angebote der Aachener Quartiersmanagements
  • Fenstergespräche im Quartier unter Einbindung von Kooperationspartnern des Stadtteilbüros, die sonst dort Sprechstunden anbieten – durch risikoarme Begegnungssituationen „zwischen Tür und Angel“ können viele wichtige Informationen zu den derzeitigen Bedarfen der Bewohnerschaft erfasst und ggf. quartiersbezogene Angebote, soziale Dienste, Informationen der Nachbarschaftshilfe (s. o.) etc. vermittelt werden
  • Fenstergespräche „spezial“: Ausgabe eines Do-it-yourself-Pflanzsets für Kinder am Fenster des Spielhauses – hierbei können auch der Eindruck des Kindeswohls, der familiären Hintergrundsituationen und gegebene Unterstützungsbedarfe erfasst werden
  • Ausgabe von Give-aways, z. B. Do-it-yourself-Maskenset für zuhause
  • Aktion „Kochzauber aus der Tüte“: Ausgabe von Koch-Tüten mit Rezepten in kindgerechter Sprache und den nötigen Zutaten, teils ergänzendem Beschäftigungsmaterial (Angebot gesunder Ernährung und Versorgung zum Selberkochen, Kompensation des ausfallenden Schulmittagessens und möglicher Notsituationen in den Familien)
  • Fassaden-Schmück-Aktion
  • Kreidebotschaften auf dem Boden und Seifenblasenmaschine als „Hingucker“ zur Bewerbung von Angeboten im öffentlichen Raum

Stadt Ahlen

Bekanntmachung des Hof- und Fassadenprogramms im Programmgebiet Ahlen Süd/Ost
  • Mitarbeitende des Stadtteilbüros haben zur Bewerbung des Hof- und Fassadenprogramms und unter Beachtung aller Vorgaben des Kontaktverbots diverse Haustürgespräche im Programmgebiet durchgeführt. Neben der Verteilung eines Informationsflyers konnte so auch auf die weiteren Angebote des Stadtteilbüros aufmerksam gemacht werden. Die Resonanz war überwiegend positiv.

Stadt Bottrop

Gesamtstädtische Angebote und Aktionen
Umsetzung des Haus- und Hofflächenprogramms (Förderziffer 11.2) und des Modernisierungs- und Instandsetzungsprogramms (Förderziffer 11.1)
  • Die Beratungen in den Fördergebieten werden derzeit telefonisch angeboten. Bürgerinnen und Bürger reichen vor der telefonischen Beratung Fotos der Örtlichkeit ein und die Erfahrungen zeigen, dass die Bürgerschaft dieses Angebot durchaus gut annimmt. Die zu beratenden Personen sind gut vorbereitet, teilweise auch besser als bei einer normalen Vor-Ort-Beratung.
Quartiersbezogene Ansätze und Projekte in den Quartieren Bottrop Fuhlenbrock, Batenbrock und Prosper III
  • Telefongespräche durch das AWO-Quartiersmanagement mit der Zielgruppe „Seniorinnen und Senioren“ (die seltener einen digitalen Zugang zu Informationen nutzt) zur Darstellung der aktuellen städtischen Angebote: Bisher konnten rund 200 Gespräche mit einer Länge von fünf Minuten bis zu einer Stunde durchgeführt werden. Die Kontakte bestanden schon vorher oder wurden in den Telefonaten vermittelt. Oftmals wird keine konkrete Hilfe benötigt, sondern es besteht eher allgemeiner Redebedarf seitens der Seniorinnen und Senioren. Zusätzlich beteiligt sich das Quartiersmanagement noch an diversen WhatsApp-Gruppen mit verschiedenen Stammtischen und Akteursgruppen.
  • Die Jurysitzungen zum Stadtteilfonds werden derzeit im E-Mail-Umlaufverfahren durchgeführt
  • Unterstützung der Familien mit der Aktion „Ideen gegen Langeweile" auf der Facebook-Seite des Stadtteilbüros Batenbrock mit regelmäßigen Beiträgen zum Spielen, Basteln, Kochen und Entspannen (die "Bespielung" erfolgt seit ca. sechs Wochen persönlich durch die Mitarbeiterinnen des Stadtteilbüros, um den direkten Bezug zum Stadtteil spürbar zu erhalten)
  • Durchführung von Spaziergängen des Quartiersmanagements mit Kindern aus dem Quartier, um Familien zu entlasten
  • Auftritte von einem Zirkus und einer Band zwischen Häuserschluchten
  • Ausgabe von Spielekisten mit Spielen zum Thema „Corona“ (u. a. Bilderbuch, Würfelspiel, Becherspiel, Rätselblock, Angelspiel), die an alle Haushalte verliehen werden können
  • Durchführung von Fenstergesprächen nach Terminvergabe
  • In Vorbereitung befindet sich derzeit ein Ersatz für die Ferienfreizeit zum Thema „Naturbotschafter“: Ausgabe eines Nistkasten-Sets zum Zusammenbauen mit den Eltern, Aufhängen in Kleingruppen mit einem Förster

Emschergenossenschaft

Informations- und Beteiligungsangebote
  • Im Zusammenhang mit Fragen zu konkreten Bau- oder Umgestaltungsprojekten werden derzeit große Plakate gedruckt, welche an Zäune, Bauzäune oder Geländer der Emschergenossenschaft aufgehängt werden sollen. Bürgerinnen und Bürger erhalten so die Möglichkeit, auf Fragen zu Gestaltungsoptionen bspw. via E-Mail antworten und selbst Ideen einreichen zu können.

Stadt Essen

Quartiersbezogene Ansätze und Projekte
  • Der Flyer zum Hof- und Fassadenprogramm wurde aktualisiert und wird auf der Homepage des Stadtteilprojekts veröffentlicht. Zudem wird eine Postwurfsendung zur weiteren Vermittlung der Informationen derzeit diskutiert.
  • Entscheidungen der Stadtteilgremien / Lenkungsgruppe zur Mittelvergabe aus dem Verfügungsfonds können mittels Umlaufbeschluss getroffen werden.
  • Es wird derzeit beraten, inwiefern die Umsetzung bereits beschlossener Projekte des Verfügungsfonds öffentlichkeitswirksam mithilfe von Videos dokumentiert werden kann.
Projekte des Instituts für Stadtteilentwicklung, Sozialraumorientierte Arbeit und Beratung (ISSAB) an der Universität Duisburg-Essen
  • Umsetzung des digitalen Nachbarschaftstreffs „Zusammen Zuhause“ zur Aufrechterhaltung von Austausch und Diskussion rund um aktuelle Belange des Quartiers mit  regelmäßiger Vorstellung von persönlichen Themen- und Berufsfeldern sowie von Quartiersprojekten aus dem Kreis der Bewohnerschaft und weiterer Akteure in enger Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Kunst und Soziales (Kooperation zwischen PACT Zollverein, Bürgerzentrum Kon-Takt, Institut für Stadtteilentwicklung, Sozialraumorientierte Arbeit und Beratung der Universität Duisburg-Essen ISSAB, Jugendamt Essen, Jugendwerk der Arbeiterwohlfahrt Essen, Jugendzentrum Schonnebeck, Stellwerk GmbH, Stiftung Zollverein); Abschluss der ersten Terminreihe mit besonderer Veranstaltung, geplante Weiterentwicklung bzw. Fortführung des Formats
  • Beschenkung von Bewohnerinnen und Bewohnern des örtlichen Seniorenzentrums zu Ostern in Kooperation mit dem Werbering
  • Entwicklung digitaler Google-Maps-Karten mit Orten, die auch unter „Corona-Bedingungen“ aktuell gut zugänglich sind
  • Seit Ende Mai schrittweise Öffnung für Vor-Ort-Termine bei kleineren Gruppen
  • Planung von „Draußen-Veranstaltungen“ unter Einhaltung der anstehenden Hygieneregeln zum Frühsommer, z. B. Aufteilung einer Marktplatzfläche in Kästen und gemeinsames Teetrinken von Familien „auf Abstand“

Stadt Hagen

Einsatz von Video- und Telefonkonferenzen zur Abstimmung mit den Akteuren im Programmgebiet Wehringhausen
  • Eigentümerrunden per Videokonferenz haben sich bewährt und Innovation geschaffen, da erstmals auch Eigentümer, die in anderen Städten wohnhaft sind, teilnehmen konnten – dies soll auch über die Corona-Krise hinaus beibehalten werden.
  • Eine Telefonnummer des Quartiersmanagements ist speziell zur Nutzung für Telefonkonferenzen eingerichtet worden, um bei Abstimmungsbedarfen der örtlichen Akteure technische Unterstützungsleistungen bieten zu können.

Stadt Krefeld

Gesamtstädtische Aktionen und Projekte
  • Durchführung sog. „Zaunandachten“ in verschiedenen Stadtteilen: Interreligiöses Gebet im Quartier plus virtuelle Verknüpfung mit der Gebetsgemeinschaft mittels „Dazuschalten" über WhatsApp von anderen Orten zur selben Zeit
  • Der Würdekompass bot Dankes-Postkarten an, die an systemrelevante Akteure verschenkt werden konnten
  • Initiierung von telefonischen Nachfragen bei Beratungskunden (ohne Beratungsanlass) in diversen Beschäftigungsförderungs- und Jugendberatungsprojekten mit der Frage nach dem individuellen Wohlergehen
  • Migrantinnen und Migranten bieten teils von sich aus die Unterstützung an, in der ausnahmehaften Situation den Deutschen Mut zuzusprechen, da sie aus ihren Herkunftsländern bereits Erfahrung im Umgang mit Krisensituationen haben
  • Multilinguale E-Mails mit Informationen zu diversen Themen rund um das Corona-Virus

Stadt Köln

Corona-Sonderausgabe der Stadtteilzeitung „Unser Veedel Lindweiler“
  • Normalerweise wird die Stadtteilzeitung „Unser Veedel Lindweiler“ halbjährlich von sechs Ehrenamtlichen in Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement erstellt und ist über den Verfügungsfonds finanziert. Die kurzfristige Sonderausgabe wurde gemeinsam mit dem Träger „Soziales Zentrum Lino-Club“, dem Mehrgenerationenhaus Lindweiler und unterstützt durch die GAG Immobilien AG und eine Stiftung des Kölner Stadtanzeigers herausgegeben und in alle ca. 1.600 Lindweiler Haushalte sowie an interessierte Multiplikatoren verteilt.

Stadt Minden

Digitale Angebote für Zuhausegebliebene (u. a. für Familien, Kinder, Jugendliche und alle Interessierten)
Aktion „Minden hält zusammen“
Zusätzliche Angebote in den Quartieren Bärenkämpen, Rodenbeck und Rechte Weserseite
  • Enge Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitenden der Schulsozial- und Jugendarbeit, des Integrationsmanagements und der Jugendhäuser, Kitas, Familienzentren, Elterncafés sowie weiterer Netzwerkpartner (z. B. Kirchen, Wohlfahrtsverbände, Ehrenamtsgruppen vor Ort) und gemeinsame Aushänge im Quartier
  • „Vor-der-Tür-Besuche“
  • Gemeinsames Angebot von „Telefonbesuchszeiten“ für häusliche Problemlagen (Einsamkeit, „Lagerkoller“, Konfliktlagen in engen Wohnungen), Einsätze von Sozialpatinnen und -paten
  • Weiterer Ausbau der Ehrenamtsstrukturen, um mit „bekannten Gesichtern“ im Quartier in Kontakt zu bleiben, die Anschluss an die Bewohnerschaft haben
  • Live-Stream- / Youtube-Angebote des Jugendhauses
  • Förderung von Nähmaschinen, Nähprojekte zur Herstellung von Masken, teils für Altenheime vor Ort (die Mitwirkung hieran ist sowohl gemeinsam, unter Einhaltung des vorgeschriebenen Abstands, in einem großen Saal sowie auch einzeln zuhause möglich)
  • Taschenaktion mit Kreativ- und Bewegungsimpulsen, Bastel- und Spielmaterial – Ausgabe über Sozialarbeiterinnen und -arbeiter des Jugendamts und der Schulsozialarbeit, die weiterhin versuchen, gut in Kontakt mit den Familien zu bleiben – dies hat sich als „positiver Türöffner“ beim Zugang auch zu „schwer erreichbaren“ Familien bewährt
  • Postkartenaktion
  • Kreativkiosk in den Quartiersbüros und im Begegnungszentrum
  • Ausgabe von Material an Familien unter Einhaltung der Schutzvorgaben
  • Rallyes zu zweit in den Quartieren, Aushang der Infos auch an Gabenzäunen
  • Plogging (Müllsammelaktion) in Zweier-Teams
  • Verabredung von Spaziergängen mit Alleinstehenden
  • Selbstversorgertüten für Obdachlose
  • Flaschenzug-Aktion mit Verteilung von Boxen / Fragezetteln in diversen Fremdsprachen
  • Planung von Alternativangeboten anstelle des sonst durchgeführten Feriencamps im Sommer
  • Entwicklung von regelkonformen Hygienekonzepten zur schrittweisen Öffnung in enger Abstimmung mit dem Krisenstab der Stadt Minden, zunächst v. a. im Bereich der Einzelberatung sowie der Sprachförderung, um diese anschlussfähig, niedrigschwellig und leicht erreichbar vor Ort zu erhalten

Stadt Mönchengladbach

Aktionen im Rahmen des Quartiersmanagements Gladbach und Westend
  • Digitale Weiterführung von Arbeitskreisen (z. B. mittels Zoom, Skype, Trello, teils Mitrede-App PLACEm – nicht jedes Tool ist für alles geeignet, teils bedarf es einer bereits eingearbeiteten geschlossenen Gruppe zur sinnvollen Nutzung eines Tools!)
  • Digitale Weiterführung der Gremien für die aktive Mitwirkung und den Verfügungsfonds
  • Digitale Weiterführung der vor Ort sehr wichtigen Beteiligung bei den Bauprojekten im Rahmen der EFRE-Förderung, bei denen ein gewisser Zeitdruck besteht und weder die rechtzeitige Umsetzung gefährdet werden, noch die Bürgerinnen und Bürger auf dem Weg zur Umsetzung „verlorengehen“ sollen
  • Ausstellung moderner Textilkunst im Kontext des Leerstandmanagements und der „Schauzeit Rheydt“ in Planung, weitere Belebung der Schaufenster durch Künstlerinnen und Künstler
  • Verstärkte Nutzung bereits vorab entwickelter Onlineplattformen (z. B. Homepage des Quartiersmanagements mit Überblick über aktuelle Angebote im Quartier oder Homepage des Leerstands- und Zwischennutzungsportals)
  • Nutzung / Ausprobieren unterschiedlicher Online-Tools (bspw. Trello), z. B. zur Weitergabe von Sachständen im Hof- und Fassadenprogramm
  • Entwicklung von Projektideen, die insbesondere die kleineren, lokalen Einzelhändler kurz- und mittelfristig unterstützen können

Stadt Oberhausen

Informations- und Beteiligungsangebote im Programmgebiet Brückenschlag
  • Es wird derzeit geprüft, inwiefern leerstehende Ladenlokale im Programmgebiet zur Informationsvermittlung, bspw. mithilfe großer Plakate in den Schaufenstern, genutzt werden können.
  • Mittels des Webprogramms „DFN Terminplan 4.1“ können ähnlich zu den bereits bekannten Doodle-Umfragen Abstimmungen durchgeführt werden, welche allerdings im Zeitverlauf nicht von einem selbst oder anderen Teilnehmenden verändert werden können.

Stadt Stolberg

Quartiersbezogene Ansätze und Projekte
  • Kinder- und Familienhilfe des Projekts „Oberstark“ (ESF-Projekt im Aufruf „Zusammen im Quartier“ des MAGS NRW im Programmgebiet Oberstolberg): Hier geht es vor allem um die Umstellung der bisherigen Projektarbeit mit konkreten Reaktionen auf die Krise
  • Stolberger Einkaufshilfe des BIWAQ-Projekts „Viertel-LAB“ gemeinsam mit dem Sozialamt
  • Aktion „Gabenzaun“ zur Unterstützung sozial schwacher Personengruppen als Kooperation einer Bürgerinitiative, des Sozialamts und des Projekts „Viertel-LAB“
  • Wiedereröffnung der Stolberger Tafel unter „Corona-Bedingungen“ durch eine Kooperation des Tafel-Trägers mit dem Sozialamt und dem Beschäftigungsträger Wabe
  • Einrichtung der schon vorher geplanten App „Dorffunk" als quartiersbezogenes soziales Netzwerk unter Regie der Kommune, dieses soll offensiv weiter ausgebaut werden
  • Im Projekt „ZOOM – Jugendliche aktiv im Quartier“ wird derzeit eine Online-Bewerbungshilfe für Jugendliche erstellt und eine digitale Foto- und Video-Aktion unter der Nutzung von Smartphones für Jugendliche mit dem Titel „time out - live together in Stolberg" (Arbeitstitel) vorbereitet. Hierzu werden aktuell eine Homepage und eine Kommunikationsstrategie aufgebaut.
  • Umstellung der Quartiersarbeit des BIWAQ-Projekts „Viertel-LAB“ mit Online-Verbindungen zu den langzeitarbeitslosen Teilnehmenden, Unterstützung für Projektteilnehmende durch die Verleihung digitaler Ausstattung, zusätzliche Kontaktarbeit zu kleinen lokalen Unternehmen, die in Existenzkrisen geraten
  • Blumenbeet-Aktion
  • Platzierung öffentlicher Briefkästen zur „analogen“ Einholung von Bürgermeinungen



Weitere fach- und zielgruppenspezifische Projekt- und Linklisten

  • Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Soziale Brennpunkte Niedersachsen hat eine Online-Plattform für den Austausch unter Fachkräften (aktuell vor allem bzgl. der Corona-Krise) geschaffen. Hier können bundesweit Erfahrungen ausgetauscht und Lösungen gefunden werden.
  • Der Verband für sozial-kulturelle Arbeit e.V. (VSKA) hat die bereits 2015 etablierte Plattform www.nachbarschaft-hilft.de den aktuellen Bedingungen angepasst, damit die Online-Vermittlung von nachbarschaftlichen Hilfen vereinfacht wird.
  • Auf der Homepage des Bündnisses der Bürgerstiftungen Deutschlands ist eine Auswahl von Beispielen zusammengestellt, wie Bürgerstiftungen im ganzen Land der aktuellen Herausforderung durch die Corona-Krise auf unterschiedlichste Weise begegnen. Die Projektlisten werden laufend aktualisiert, weitere Anregungen geprüft und nach Möglichkeit mit aufgenommen.
  • Das Forum Seniorenarbeit liefert auf seiner Homepage Beispiele und Informationen rund um das vielfältige Engagement für und von Ältere(n). Besonderes Augenmerk wird dabei auf digitale Möglichkeiten gelegt.
  • Die Geschäftsstelle des Kooperationsverbunds Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC) hat diverse Informationen und weitere Hilfsangebote zur Unterstützung sozial benachteiligter Gruppen in der Corona-Krise auf ihrer Homepage zusammengestellt.
  • Die Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing (bcsd) hat in ihrem Sondernewsletter 01-2020 die Leserinnen und Leser dazu aufgefordert, vorzustellen, wie sie in ihren Arbeitsbereichen auf die Handlungserfordernisse und Auswirkungen der aktuellen Corona-Krise reagieren. Die besten Beispiele sind auf der Homepage des bcsd zusammengestellt worden und umfassen eine vielfältige Sammlung zur Inspiration und Anregung für weitere Projekte.
  • Auf der Homepage der Lokalen Bündnisse für Familien des Bundesministe-riums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) werden Unterstützungsleistungen und Tipps für Familien zu wichtigen Fragen in Corona-Zeiten gesammelt und fortlaufend aktualisiert. Viele Lokale Bündnisse für Familien gestalten neue Online-Angebote und machen über digitale Wege auf Informationen und Beratungsangebote aufmerksam.



Mögliche Fragestellungen für die weiteren Sondersitzungen zum Thema „Corona“

  • Wie kann eine aktive Mitwirkung der Bewohnerschaft mit dem Instrument „Verfügungsfonds“aufrechterhalten werden (dgitales Antragsverfahren, Entscheidung der Gremien z. B. in Videokonferenzen oder per E-Mail-Umlauf)? 
  • Sollen Projekte, die den öffentlichen Raum und Gruppenangebote betreffen, bewusst „auf Eis gelegt“ werden? Sollen Mittel prioritär für kurzfristige (z. B. digitale) Alternativprojekte vorgehalten werden?
  • Wie kann die Bereitschaft von kooperierenden Akteuren und Gremien geschaffen werden, sich digital zu beteiligen bzw. an digitalen Abstimmungsverfahren teilzunehmen? Welche digitalenTools sind geeignet und dürfen genutzt werden? Welche rechtlichen Vorgaben bestehen hierzu für die Kommunen, z. B. bzgl. des Datenschutzes?
  • Wie kann für verschiedene Zielgruppen im Quartier die digitale Affinität gestärkt werden bzw. welche Ansätze unterstützen das Empowerment zugunsten einer Erhöhung der Medienkompetenz und digitalen Inklusion (z. B. „Kompetenzzentrum für´s Quartier“ o. Ä.)? Inwiefern müssen hier auch Armutslagen (z. B. unzureichende PC-Ausstattung) als Barrieren digitaler Teilhabe berücksichtigt werden?
  • Wie können auch in der aktuellen Situation ausdrücklich „nicht-digitale“ Angebote zugunsten von Niedrigschwelligkeit und Inklusion für alle Zielgruppen ausgestaltet werden?
  • Wie können insbesondere die älteren Bewohnerinnen und Bewohner erreicht werden? Wie können diese nicht nur als hilfebedürftige Zielgruppe für haushaltsnahe Dienstleistungen etc. betrachtet, sondern selbst als aktive Engagierte eingebunden werden? (Teils wird die Erfahrung gemacht, dass die Hilfsangebote seitens der älteren Bewohnerschaft kaum angenommen werden.)
  • Wie kann insbesondere die Gruppe der Alleinerziehenden unterstützt werden?
  • Wie können arbeitsfähige Kooperationsstrukturen (Planungsrunden, jour fixes, Beteiligungs- und Informationsstrukturen) insbesondere in kommunikationsintensiven Projektphasen aufrechterhalten werden (z. B. Großplanungen, Startphasen)? Wie können u. U. Beteiligungsgremien „in kleiner Runde“ repräsentativ und einsatzfähig bleiben (z. B. angepasstes Auswahlverfahren zur Besetzung eines Gremiums mit einzelnen „Stellvertretenden“ für Zielgruppen aus der Bürgerschaft)?
  • Wie können / müssen sozialraumorientierte Konzepte perspektivisch neu aufgestellt werden, um den veränderten Bedingungen gerecht zu werden; welche Förderkonzepte werden hierzu entwickelt?
  • Wie positionieren sich die Fördergeber?
  • Wie ist der Umgang mit ursprünglich geplanten Vergaben für nun ausgesetzte oderverschobene Veranstaltungen und mit bereits beauftragten (externen) Dienstleistern?